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Besondere Festlichkeiten

1837 den 29. Juni war hier ein großes Liederfest. Auf die Einladung des hiesigen Liederkranzes kamen die Liederkränze von Kempten, Lindau, Leutkirch, Isny, Wurzach, Mönchsroth und Biberach hierher. Sie langten ist festlich geschmückten Wagen mit Ihren Fahnen hier an. In den Gasthöfen, wo sie logierten, waren die Portale mit Blumengewinden, dann blau-weiß bayerischen und rot-schwarz württembergischen Fähnchen verziehrt. Um 2 Uhr nachmittags zogen alle Liederkränze mit fliegenden Fahnen auf den großen Markt, wo auf dem Patriziashause gelost wurde, in welcher Ordnung die Liederkränze auf einander folgen sollten. Um halb drei Uhr begann der Festzug, voran die hiesige Blechmusik, durch die Herrenstraße über die Eichbrücke; von da gings durch die Kramerstraße zurück auf den großen Markt und sodann in die Kalchstraße hinaus in den festlich geschmückten Schießgarten, wo zwölf Böllerschüsse den Festzug begrüßten. Nun wurden nach der Reihe der Liederkränze Gesangsproduktionen gegeben, mehrere Gesänge wurden von sämtlichen Liederkränzen gemeinschaftlich vorgetragen. Das herrliche Sommerwetter begünstigte das Fest. Bei Ausbringung der Toaste auf die einzelnen Gesellschaften wurden jedes Mal 3 Böller gelöst. Nachts wurde der Schießgarten mit vielen hundert Papierlaternen und das Haus mit Lampen und Transparenten beleuchtet, auch ein schönes Feuerwerk abgebrannt.In der Stadt wurde am vorigen und am diesem Abend der Gasthof zur blauen Traube, wo der Lindauer Liederkranz logierte, auf Kosten des Wirtes schön beleuchtet. Fremde ohne Zahl waren als Zuschauer hier anwesend; auch wurde das Fest durch keinen Zwischenfall getrübt.



Gastgeschenk für die Teilnahme am Memminger Liederfest: Porzellanpfeife


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