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Die Geschichte des Liederkranzes Rot an der Rot

ab 1980 bis 87

26. Januar 1980: Mit Zuversicht beschlossen die Aktiven des Trachtenvereins und des Liederkranzes, einen öffentlichen Faschingsball im Gasthaus zum "Löwen" zu veranstalten. Das vielseitige Programm fand bei den Gästen so großen Anklang, dass die beiden Vereine übereinkamen, diesen Ball in das jährliche Programm aufzunehmen. Willi Ruß, ansonsten ein eher stiller Mensch, begeisterte das Publikum mit seiner selbstverfassten Büttenrede, in der Verein und Gemeinde kräftig durch den Kakao gezogen wurden. Richard Artelt überzeugte als Drehorgelmann ebenso wie die Männer des Trachtenvereins als "Damenballett".

Ehrendirigent Sebastian Fakler feiert seinen 80. Geburtstag am 8. Mai 1980. Für seine über zwei Jahrzehnte dauernde Tätigkeit als Dirigent im Verein haben wir ihm mit einem Ständchen gedankt. Die Feste reißen nicht ab. Bürgermeister Erich Zieher wurde am 10. Mai 1980 für seine 25jährige Dienstzeit von der Gemeinde und den örtlichen Vereinen geehrt.

Am 10. Juni 1982 findet das erste Brunnenfest auf dem Klosterhof statt. Der Erlös dieses Festes kommt der Brunnenrenovation zugute. Der Liederkranz beteiligt sich mit einigen Vorträgen.

Sonntag, 3. Oktober 1982 Aus Anlass des 110jährigen Bestehens des Wochenblattes Ravensburg findet in Zusammenarbeit mit dem Oberschwabengau ein öffentliches Liedersingen in Ravensburg statt, an dem sich 25 Gesangvereine mit rund 1100 Sängerinnen und Sängern beteiligen. Nicht nur das schöne Wetter, auch die fröhliche Stimmung und die vielen Melodien tragen dazu bei, dass uns dieses große Fest in angenehmer Erinnerung bleiben wird.

Ein besonderes Ereignis ist der 100. Geburtstag unseres Ehrenmitglieds Josef Bail, dem wir am 28. Dezember 1982 mit einem Ständchen im Altersheim Memmingen/Hühnerberg unsere Ehre erweisen.

Am 1. November 1983 wurde unter Mitwirkung der örtlichen Vereine der neue Friedhof eingeweiht.

8. Januar 1984: Der erste öffentliche Auftritt im neuen Jahr führte über die "Grenze", nach Bayern. Im Altersheim am Hühnerberg in Memmingen lösten wir unser Versprechen ein, das wir der Heimleitung vor einem Jahr gegeben hatten. "Zum fröhlichen Gedächtnis an Josef Bail", so stand es am schwarzen Brett, brachte der Liederkranz Weihnachtslieder und Volksweisen den Heimbewohnern zum Vortrag.

Zu einem Abschiedsständchen für den in den Ruhestand tretenden H. H. Pfarrer Stemmer trafen sich Vertreter der Gemeinde, die örtlichen Vereine und eine stattliche Anzahl von Roter Bürgern am 10. Januar 1984 in der Turnhalle. Fast 25 Jahre hat er als Seelsorger in der Kirchengemeinde gedient.

Bei der Generalversammlung am 13. Januar 1984 wurde eine Satzungsänderung vorgenommen. Der Liederkranz trägt nun den Namen "Liederkranz Rot a. d. Rot 1837 e.V.". Die Gemeinnützigkeit wird in einem Paragraphen besonders betont.

120-Jahr-Feier des Liederkranzes Kirchberg. Obwohl der Termin etwas ungünstig war (Muttertag), beteiligte sich der Liederkranz Rot an diesem Jubiläum. Besondere Anerkennung erhielten wir für den Vortrag der alten Volksweisen "Es steht eine Mühle im Schwarzwäldertal" und "Als wir jüngst in Regensburg waren".

Im Juli 1984 schloss sich der Liederkranz Rot mit den Gesangvereinen aus Berkheim, Bonlanden, Dettingen, Erlenmoos, Gutenzell, Hürbel, Kirchberg, Kirchdorf, Ochsenhausen, Reinstetten, Tannheim und Unteropfingen zur Region "lller" zusammen. Durch den Zusammenschluss wird angestrebt, mehr gemeinsames Liedgut zu pflegen und einen besseren Kontakt zu den Nachbarvereinen herzustellen, der sich auch bei geselligen Veranstaltungen bewähren soll.

Bei der Aufnahme des Kreisliedes am 4. Oktober 1984 auf eine Schallplatte beteiligten sich fünf Mitglieder und der Dirigent des Liederkranzes. Obwohl nur einmal geprobt wurde, kann sich das Ergebnis hören lassen.

Bei strahlendem Sonnenschein feiert die Gemeinde am 14. Juli 1985 die Primiz von Ruppert Willburger aus Mettenberg. Der Liederkranz hatte für die weltliche Feier in der Turnhalle die beiden Lieder "Heimatmelodie" und "Hörst du das Lied der Berge" ausgewählt.

"Pfälzer und Schwaben singen mit einer Stimme beim gemeinsamen Konzert am 14. September in der Turnhalle." Der vom 13.-15. September dauernde Besuch des Quartett-Vereins aus Ober-Olm bei Mainz stand ganz im Zeichen einer Freundschaft. Das Konzert am Samstag in der ausverkauften Turnhalle riss die Zuhörer zu wahren Beifallsstürmen hin. Echo aus Ober-Olm: das war unser bisher schönster Ausflug!

Anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Oberschwabengaues fuhren wir am 22. September 1985 nach Ravensburg. Dem Kritiksingen stellten wir uns mit dem Lied "Mein Mund, der singet", wofür wir allerdings bis heute keine endgültige Note erhielten. Beeindruckend war das öffentliche Liedersingen der Vereine an verschiedenen Plätzen der Stadt und die Jubiläumsschlußfeier in der Oberschwabenhalle. Enttäuschend war die mangelnde Organisation bei der Verpflegung der fast 5000 Sängerinnen und Sänger.

Nach langen Jahren Pause war es den Sängerinnen und Sängern des Liederkranzes eine Freude, den Hauptgottesdienst in Haslach am 5. Januar 1986 mitzugestalten. Die Aufstellung auf der für so einen großen Chor etwas zu kleinen Empore gestaltete sich zwar schwierig, doch nachdem alle enger zusammenrückten, stand unserem Gesang nichts mehr im Wege. H. H. Pfarrer Heiss und die zahlreichen Gläubigen waren sehr angetan von den sorgfältig einstudierten Weihnachtsliedern.

Zu einem Frühjahrskonzert lud der Liederkranz am 22. März 1986. Als Gastchor konnten wir die "elektric-singers", einen Werkschor der EVS aus Heilbronn, gewinnen. Die Chöre verstanden es, den Funken zum Publikum überspringen zu lassen und wurden für ihre Darbietungen mit viel Beifall belohnt.

Der Gesangverein aus Reichenbach bei Bad Schussenried hatte uns zu seinem Frühlingsfest am 25. Mai 1986 eingeladen. Strahlender Sonnenschein lockte viele Gäste in das Festzelt. Besonders einladend war auch die Kaffeetheke in der anliegenden Turnhalle. Die Schriftführerin ließ sich verleiten, dort in Ruhe ein Tässchen Kaffee zu trinken und wurde auf dem Nachhauseweg von den Sängern prompt vergessen. Doch die Reichenbacher sorgten dafür, dass sie unbeschadet nach Hause kam.

Das Kreismusikfest vom 13.-16. Juni 1986 war ein großes Ereignis in der Gemeinde. Der Liederkranz beteiligte sich am Festbankett und mit einem Festwagen am Umzug.

Am 29. Juni 1986 trafen sich die Chöre der Region Iller zu einem Regionssingen in Gutenzell. Wir mussten jedoch beinahe auf unseren Auftritt verzichten, da unser Dirigent Bruno Ruf den Termin total verschwitzt hatte und erst durch einen Telefonanruf herbeizitiert werden konnte.

In besonders angenehmer Erinnerung wird wohl den Roter Sängern der Jahresausflug nach Ober-Olm vom 29.-31. August 1986 bleiben. Das Wetter ließ zwar zu wünschen übrig, doch der guten Laune tat dies keinen Abbruch. Die Fahrt verlief sehr kurzweilig, wozu auch die Erläuterungen von zwei Reiseführern aus dem Verein beitrugen. Von den Aufführungen des Trachtenvereins am Samstagabend waren die Gäste geradezu begeistert, da diese Art der Brauchtumspflege dort nicht gepflegt wird. Altbürgermeister Nikolaus Becker führte am Sonntag nach dem Gottesdienst in die Weinberge, die Weinprobe im Freien sorgte natürlich gleich für eine gute Stimmung. Einige Sänger haben wohl etwas viel probiert, auf der Heimfahrt haben sie nämlich einem Mitreisenden, während er im Bus ein Nickerchen hielt, die Schuhe versteigert.

Einen neuen Weg schlug der Liederkranz mit dem am 11. Oktober 1986 veranstalteten "Schwäbischen Abend" ein, doch der Versuch hat sich gelohnt. Die Gäste haben sich herrlich amüsiert bei den spaßigen Liedern von der "Schwäbischen Küche" und dem anschließenden Tanz.

Einer Einladung des MV Haslach zum Nikolauskonzert folgten wir am 7. Dezember 1986. Solche gemeinsame Veranstaltungen fördern das gute nachbarschaftliche Verhältnis und werden vom Liederkranz Rot immer wieder gerne besucht.

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