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Die Geschichte des Liederkranzes Rot an der Rot

1930 - Sängerfest mit Fahnenweihe

Am 13. Juli 1930 fand die Fahnenweihe, verbunden mit einem großen Sängerfest statt. "Das Symbol der Fahne ist blau-weiß. Die weiße Seite ziert das stattliche herrschaftliche Schloss mit der Klosterkirche sowie Gründungs- und Weihejahr. Die blaue Seite zeigt die Sängerlyra in Gold mit dem Wahlspruch: "Dem frohen Volk in Oberschwaben ist deutscher Sang stets hocherhaben." Der Spruch wurde gedichtet von Schultheiß Geiger und komponiert von Dirigent Sebastian Fakler. Zum Fähnrich wurde Josef Lämmle aus Mettenberg bestimmt. Die Fahne kostete damals 520 Mark.
Nahezu 2500 Gäste füllten das Festzelt zum Bersten. "Dies soll ein Merkstein in der Geschichte unseres Vereins und des Sängerlebens der Gemeinde Rot sein. Hart waren die Opfer, die in der gegenwärtig sehr schlechten Zeit von den Mitgliedern des Vereins gebracht wurden." Bäckermeister Alfons Sesar wurde aus diesem Anlass zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt, Festdirigent Sebastian Fakler wurde für seine Verdienste mit einem Lorbeerkranz geehrt.

Bei der Fahnenweihe des Liederkranzes Tannheim am 6. Juli 1932 wirkte der Liederkranz Rot als Patenverein mit, was als besondere Ehre empfunden wurde.

Fahnenweihe in Vogt am 5. Juni 1933: "Per Omnibus, der unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde, ging es morgens um 6 Uhr los. Allerdings war es auf demselben ziemlich luftig, so dass unsere Tenöre mit ihren feinen Stimmchen beinahe Schaden gelitten hätten. Auf dem Heimweg war gut gestimmter Humor, besonders die mittlere Bank war mit schweren Kalibern beladen, so dass diese zusammenbrach."

16. Kreisliederfest in Ravensburg am 15. und 16. Juni 1935: Ca. 3000 Sänger nahmen am Massenchor teil. Beim Wertungssingen erhielt der Liederkranz Rot für seinen Vortrag "Die Nacht" v. Fr. Schubert die Note "sehr gut". Von den am Wertungssingen teilnehmenden 52 Vereinen wurden 22 mit "sehr gut", 27 mit "gut" und 3 mit "befriedigend" bewertet.

Am 4.6.1939 nahm der Liederkranz beim 17. Kreisliederfest mit Wertungssingen in Biberach teil, der Liederkranz erhielt die Bewertung „gut“.






In den Kriegsjahren ab 1939 wurden immer mehr Sänger in die Wehrmacht einberufen, so dass eine große Pause im Verein eintrat. An die Sänger wurden viele Pakete verschickt mit den besten Wünschen der Daheimgebliebenen.
>>> Brief an die Front

Erst ab 1947 wurden wieder regelmäßig Singstunden abgehalten, die von Bürgermeister Stützle dirigiert wurden. Im Juli 1947 kehrte Dirigent Sebastian Fakler aus der Gefangenschaft heim. Er sieht sich außerstande, seine Tätigkeit als Dirigent wieder aufzunehmen. Herr Lehrer Leipold erklärt sich zur vorläufigen Übernahme bereit.

20. Juni 1948: Mit der heute eingetretenen Währungsreform ist der Kassenbestand von der noch nie erreichten Höhe von 1150 Mark beträchtlich zusammengesunken. Die Umwertung des Geldes geschah 10 zu 1.

Juni 1953: Anlässlich seines Besuches in Rot brachten die örtlichen Vereine dem Grafen Erbach zu Erbach und Wartenberg ein Ständchen. Dieses sollte auch Ausdruck des Dankes sein für das von ihm gestiftete Holz zum Bau einer neuen Theaterbühne.

Die Probenbesuche waren wie in den vergangenen Jahren oft sehr spärlich, worauf sich die Vorstandschaft in einer Ausschusssitzung am 19. Januar 1957 entschloss, für die eifrigsten Singstundenbesucher eine Prämie von 30 DM auszusetzen.

31. Mai 1959: Pater Bernhard, Prior im Prämonstratenserkloster Rot a. d. Rot, wird verabschiedet.

30. Oktober 1960: Feierliche Investitur in Rot a. d. Rot von Pfarrer Walter Stemmer.

Vom 14.-15. September 1963 ist der Männergesangverein aus Bingerbrück zu Gast in Rot a. d. Rot. Das gemeinschaftliche Konzert am Samstagabend begeisterte die Zuhörer. Am Sonntag gestaltete der MGV Bingerbrück den Hauptgottesdienst in der Pfarrkirche St. Verena. Beim Abschied am Montagmorgen versprachen die Roter, diesen Besuch bald zu erwidern. Dieses Versprechen wurde bereits im Jahr darauf, vom 4.-5. Juli eingelöst.

Am 28. und 29. Juni 1969 feierte der Liederkranz sein 50-jähriges Bestehen. Damals wusste noch niemand, dass der Liederkranz bereits im 19. Jahrhundert bestand.


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